5. September 2016

Kleiner Guide für arabische Gewürze



Arabische und nordafrikanische Gewürze haben alle einen tollen Namen, riechen köstlich und man weiß nicht immer was genau man mit ihnen anstellen soll. Ich stelle euch hier kurz die bekanntesten Gewürze vor und erkläre für welche Gerichte sie benutzt werden können.

Sumach

Sumach ist keine Gewürzmischung, sondern die getrockneten Früchte des Essigbaumes. Es hat einen säurlichen und herben Geschmack und wird besonders häufig in der Türkei verwendet. Es kann in vielen Gerichten für eine säuerliche, frische Note sorgen, besonders beliebt ist es für Eintöpfe, Shashouka, Reis und Bohnengerichte. Außerdem ist es Bestandteil der Gewürzmischung Zatar.

 

Zatar

Zatar kenne ich vom, meiner Meinung nach, besten Falafelladen in München, dem Sababa am Viktualienmarkt. Dort wird Zatar in großen Dosen verkauft, die man alleine nie leer bekommt. Die Mischung besteht aus Thymian, Sesam, Salz und Sumach. Sie schmeckt nicht nur in Falafeln, man kann sie auch mit Öl gemischt auf Fladenbrot streichen. Außerdem gibt sie Salaten eine tolle Note, schmeckt in Hummus, anderen Dips und Aufstrichen.


Ras el Hanout

Ras el-Hanout  heißt übersetzt "Kopf des Ladens" und ist im arabischen Raum sozusagen das, was in Indien das Curry ist. Es ist somit eine Gewürzmischung, die sich von Laden zu Laden voneinander unterscheidet. Mögliche Gewürze die in Ras el-Hanout enthalten seien können sind Muskat, Zimt, Anis, Kurkuma, Piment, Kardamom und verschiedene Blüten. Da jede Mischung voneinander abweicht, kann man nicht genau sagen, für welche Gerichte sie verwendet werden kann. Allgemein lässt sich sagen, dass sich Ras el-Hanout für Couscous, Tajinegerichte und Eintöpfe eignet.


Harissa

Harissa ist keine Gewürzmischung, sondern eine scharf-würzige Paste, die traditionell aus getrockneten Chillis, Koriander, Kreuzkümmel, Salz und Olivenöl hergestellt wird. Sie wird in Dosen und Tuben verkauft, man kann sie aber auch im Mörser oder Mixer selbst herstellen. In Tunesien und Marroko wird Harissa für fast alle Gerichte und sogar als Brotaufstrich verwendet. Man kann sie eigentlich universell in allen Rezepten verwenden, die Würze und Schärfe brauchen. Ich benutze sie gerne in Eintöpfen, für Couscous und Hülsenfrüchte. Da ich den Geschmack von Harissa so gerne mag, nutze ich die Paste auch für Currys und andere asiatische Gerichte.


Diese vier Gewürzmischungen sind diejenigen die ich aus dem arabischen Raum kenne und benutze. Auf dem Markt findet man noch viele weitere Gewürzmischungen, zum Beispiel für bestimmte Gerichte oder spezifisch für ein einzelnes Land. Mit den vier kommt man aber schon recht weit ohne den Gewürzschrank zu voll stellen zu müssen.

Auch wenn es unzählige Gerichte gibt, in denen die Gewürze verwendet werden, hier eine kleine Auswahl an Rezepten von meinem Blog:
Süßkartoffelfalafafel mit Kräuterhummus, Ofengemüse mit Feta-Orangen-Topping, Belugalinseneintopf mit Honigtomaten, Gebackene Bohnen mit Knusperbröseln, Salat mit gerösteter Süßkartoffel und Tahinisoße.

Viel Spaß beim Durchprobieren und Experimentieren!




21. August 2016

Schnelle Kritharaki mit Feta, Spinat, Dill und Walnüssen


Dieses Gericht ist für mich ein absolutes Wohlfühlessen. Die kleinen griechischen Nudeln Kritharaki, die aussehen wie Reis, werden mit dem Olivenöl und dem Feta zu einer cremigen, würzigen Angelegenheit und es duftet köstlich nach Dill. Der Spinat macht das ganze ein bisschen frischer und weniger mächtig, die Walnüsse sind auf den cremigen Nudeln schön knackig. Absolutes Seelenfutter, dass nicht länger als 10 Minuten braucht. Außerdem braucht man nur einen Topf, perfekt nach einem langen, anstrengendem Tag. Die angegebenen Portionen sind recht groß, das Gericht schmeckt aber auch noch kalt am nächsten Tag.

 

Zutaten (2 große Portionen)

  • 250g Kritharaki (griechische, reisförmige Nudeln)
  • 150g Feta, zerbröselt
  • 1/2 Bund Dill, fein geschnitten
  • 1 große handvoll Walnüsse, grob gehackt
  • 4 - 5 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 2 große handvoll junger Spinat, mundgerecht geschnitten



1. Die Kritharaki nach Packungsanweisung in gesalzenem Wasser kochen. Auf der Nudelpackung stand eine Kochzeit von 14 - 15 Minuten, meiner Meinung nach waren sie aber schon nach etwa 10 Minuten gar.

2. Während die Nudeln kochen, können die anderen Zutaten vorbereitet werden. Den Spinat auf zwei tiefe Teller verteilen.

3. Sobald die Nudeln gar sind, abgießen und wieder zurück in den Topf geben. Erst den zerbröselten Feta und das Olivenöl untermischen, anschließend den Dill und die Walnüsse. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Kritharaki auf dem Spinat verteilen und wer möchte kann sie noch mit weiteren Walnüssen und Dill dekorieren.

5. Guten Appetit!

2. August 2016

Süßkartoffelfalafel und Kräuterhummus (vegan)


Vor einiger Zeit habe ich schonmal ein Rezept für Ofenfalafel gepostet. Obwohl ich die Falafel oft und gerne gekocht und gegessen habe, fand ich sie trotzdem ein bisschen trocken im Vergleich zu der fritierten Variante. Dieses neue, verbesserte Rezept wird durch die hinzugefügte Süßkartoffel wesentlich saftiger, bekommt einen geschmacklichen Twist und eine schöne Farbe. Dazu gibt es noch ein schnelles Kräuterhummusrezept und ein paar Tips, dass der Hummus extra cremig wird.


Falafel:

 

Zutaten:

  •  1 große Süßkartoffel
  • 250g getrocknete Kichererbsen (mindestens 10h eingeweicht)
  • 1/2 Bund Petersilie, grob gehackt
  • 1 mittelgroße Zwiebel, geschält und grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • Salz, Pfeffer
  • Kreuzkümmel, Chilli, getrockneter Thymian, Paprikapulver
  • 1 TL Backpulver
  • 4-5 EL Mehl
  • Olivenöl

 1. Die Süßkartoffel mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit etwas Olivenöl einreiben. Im Backofen bei 180°C 45 bis 60 Minuten backen, bis sie beim Zusammendrücken nachgibt. Etwas abkühlen lassen.

2. Die Kichererbsen abgießen und gemeinsam mit der Zwiebel, dem Knoblauch und der Petersilie im Blitzhacker oder Mixer hacken, bis eine homogene, aber nicht komplett glatte Masse entstanden ist.

3. Die Süßkartoffel schälen und in einer Schüssel zerdrücken. Die Kichererbsenmischung, Mehl und Backpulver untermischen. Die Masse sollte nicht mehr klebrig, aber immer noch saftig sein. Kräftig mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen abschmecken.

4. Da die Falafelmasse im Rohzustand noch nicht schmeckt, kann man zum Abschmecken in der Pfanne einen Probefalafel braten.

5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse zu kleinen Kugeln formen und auf dem Backblech verteilen. Mit etwas Olivenöl bestreichen und bei 180°C Umluft für 15 bis 25 Minuten (je nach Größe) backen, bis sie an den Rändern braun geworden sind



 

Kräuterhummus

 

Zutaten

  • 1 Dose (400g) Kicherbsen, abgetropft und abgespült
  • 1 Knoblauchzehe, geschält 
  • Salz und Pfeffer
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlene Chilischote
  • 1 TL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 4 gehäufte EL weißes, cremiges Tahini
  • 1 großer Bund frische Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie, Dill, Koriander, Minze etc.)
  • Saft einer Zitrone
  • 5 - 6 EL allerbestes Olivenöl


 1. Alle Zutaten bis auf das Olivenöl und den Zitronensaft in einen Mixer geben und hacken, bis alle Bestandteile miteinander verbunden sind.  Falls der Mixer hängen bleibt, kann man schon ein wenig Olivenöl hinzugeben.

2. Die Masse mit Zitronensaft abschmecken. Das Olivenöl während des Mixens nach und nach unterrühren. Zuletzt 3 EL eiskaltes Wasser hinzugeben, während der Mixer läuft. Anschließend noch etwa 1 Minute weitermixen. Der Hummus sollte weich, cremig und glänzend sein.





 


12. Juli 2016

Sommerlicher Bulgursalat mit Wassermelone, Feta und Minzpesto




Dieses Jahr dauert es zwar ein wenig, doch irgendwann sind sie da, diese extrem heißen Tage, die man entweder im Freibad, am See oder auch mit zugezogenen Vorhängen zu Hause verbringen möchte. Dieser Salat ist perfekt für solche Tage, er schmeckt frisch und leicht, sättigt ohne zu belasten. Wer es extragesund haben möchte, kann den Bulgur durch Hirse oder Quinoa ersetzen, ich mag seine grobkörnige Konsistenz aber sehr gerne. Auch der Feta ist optional, wer ihn weglassen möchte, kann stattdessen für die Würze ein paar grüne Oliven in den Salat geben. 


 

 Zutaten (4 Portionen)


  • 300 g Bulgur
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Weißweinessig
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Bund Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten
  • 3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Schlangengurke, in Würfel geschnitten
  • 4 EL Sonnenblumenkerne
  • 1/2 große Wassermelone, in Würfel geschnitten
  • 200 g Feta, zerbröselt
  • Minzblätter und/oder Kresse zum dekorieren 

Minzpesto:

  •  1 großer Bund Minze, Blätter abgezupft
  • 150g rohe Cashewkerne 
  •  1 Zitrone
  •  2 Knoblauchzehen, geschält
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer 


  1. Den Bulgur in Gemüsebrühe nach Packungsanweisung kochen (dauert normalerweise etwa 10 Minuten).
  2. In der Zwischenzeit kann man in Ruhe das Pesto vorbereiten. Minze, Cashewkerne und Knoblauch zusammen mit der abgeriebenen Schale und dem Saft der Zitron im Blitzhacker oder mit dem Pürierstab möglichst fein hacken. 
  3. Nach  und nach das Olivenöl und einige EL Wasser hinzu geben, bis eine cremige, hellgrüne Masse entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. 
  4.  Den Bulgur, sobald er fertig gekocht ist, in einer Salatschüssel mit Essig und Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen, während man das Gemüse und die Wassermelone schneidet.
  5.  Die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne mit etwas Salz goldgelb rösten
  6. Gurke, Radieschen und Frühlingszwiebeln unter den abgekühlten Bulgur mischen und den Salat abschmecken. Eventuell braucht es noch mehr Essig und Salz.  
  7. Den Salat auf Tellern anrichten, anschließend Feta und Wassermelone großzügig darüber verteilen.
  8.  Das Pesto über den Salat träufeln und mit den gerösteten Sonnenblumenkernen, Minze und/ oder Kresse dekorieren.


20. Juni 2016

Erdnuss-Schoko-Energiekugeln für Radltouren und andere Abenteuer





Vor ein paar Wochen haben mein Freund unsere bayerische Heimat verlassen und eine zweitägige Fahrradtour entlang der oberen Donau gemacht. Als kleiner Snack, der uns während der Tour bei Laune gehalten hat, habe ich diese Energiekugeln mit Erdnussbutter und Schokolade vorbereitet. Die Zutaten kann man beliebig variieren, aber ich glaube Erdnuss und Schokolade ist eine doch recht unschlagbare Kombination. In Süßigkeiten bin ich normalerweise kein Fan von Kokos, hier sorgt es aber für eine schön lockere Konkurrenz und ist vom Geschmack eher dezent.



Zutaten: 

  • 120 g / 1,5 cups Haferflocken
  •  60 g / 3/4 cups  Kokosraspel
  • 2 EL gemahlene Leinsamen
  • 2 EL Chiasamen
  • 85 g / 1/2 cup Zarbitter Schokochips oder Kakaonibs
  • 150 ml / 1/2 cup Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 200 g / 3/4 cup Erdnussmus

1. Alle Zutaten in einer großen Schüssel gründlich miteinander vermischen und für mindestens 30 Minuten kühl stellen.

2. Mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen. Die Energiekugeln im Kühlschrank aufbewahren.






31. Mai 2016

Aprikosen-Rosmarin-Tarte mit Creme Fraiche


Aprikosen sieht man doch schon an, dass sie lecker schmecken müssen. Sie sind klein, rund und haben eine tolle Farbe. Die Saison hat gerade begonnen, auf deutsche Aprikosen müssen wir allerdings noch bis Juli warten. In dieser Tarte kommen die Kleinen besonders toll zur Geltung, sie harmonieren perfekt mit dem würzigen Rosmarin und der Frische der Creme Fraiche. Eigentlich wollte ich eine Tarte Tatin machen, doch vor wenigen Tagen ist mir eine Tomaten-Tarte-Tatin  beim Wenden zur Hälfte auf dem Boden gelandet. Daher war ich diesmal nicht mutig genug dafür. Die Füllung wird durch den Saft der Aprikosen recht flüssig, das stört den Geschmack aber nicht im Geringsten.


Zutaten:

Mürbteig:

  • 230g Mehl 
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz, Prise gemahlene Vanille
  • 100g kalte Butter
  • 1 Ei

Füllung:

  • 80g Zucker
  • 1 großer Zweig Rosmarin, Nadeln sehr fein geschnitten
  • 50g Butter
  • 2 EL Zitronensaft
  • 750g Aprikosen, halbiert und entkernt

Sonstiges:

  • 150g Creme Fraiche, zum Servieren



    1. Ofen auf 170°C Umluft vorheitzen. Alle Zutaten für dem Mürbteig außer dem Ei miteinander verkneten, bis eine bröselige Masse entstanden ist. Zuletzt das Ei unterkneten bis der Teig glatt ist. Wer es eilig hat, kann den Mürbteig auch in der Küchenmaschine machen.

    2. Eine Tarteform buttern und mehlen und den Teig mit Hilfe der Hände in die Form und den Rand hinauf drücken. Den Mürbteig mit Backpapier bedecken und mit getrockneten Linsen oder Bohnen beschweren. Im vorgeheitzem Ofen für 15 Minuten backen. Der Boden darf noch ein wenig weich sein, dann kann er mehr vom Aprikosensaft aufnehmen.

    3. In der Zwischenzeit den Zucker in einer Pfanne verteilen und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Mit einem Löffel erst umrühren sobald der Zucker anfängt zu schmelzen. Anschließend Rosmarin, Butter und Zitronensaft unterrühren.

    4. Den Boden der Tarte mit etwa 1/3 des Sirups bestreichen, mit den Aprikosenhälften belegen und den restlichen Sirup darüber verteilen. Weitere 30 Minuten backen, bis die Aprikosen schön weich sind und der Saft aus ihnen austritt.

    5. Das Schneiden der Tarte ist eine etwas unordentliche Sache. Am Besten schmeckt die Tarte lauwarm mit einem Klecks Creme Fraiche.

    6. Guten Appetit!

     

23. Mai 2016

Lieblingsplatz in München: Großhesseloher Brücke und das Isarfräulein


Sobald in München die Temperaturen über 20 Grad steigen, füllen sich der Englische Garten, die Isar und besonders der Flaucher mit Unmengen an Menschen. Da ich in Isarnähe wohne, fühlt es sich für mich manchmal an, als würde ich einem Freibad leben. Am Wochenende finde ich es daher sehr erholsam, mich aufs Fahrrad zu schwingen und an der Isar ein Stück in Richtung Süden zu fahren.


Hat man die Rauchschwaden vom Grillen am Flaucher erst mal hinter sich gelassen, wird die Anzahl der Menschen die einem vors Fahrrad laufen mit jedem Meter weniger. Nach wenigen Minuten sieht man die Großhesseloher Brücke weit über der breiten, flachen Isar schweben. Ist man beim  Betonungetüm angekommen, muss man für die tolle Aussicht nur noch den Berg erklimmen.


Hat man es nach oben geschafft, kann man von der Großhesseloher Brücke aus den Blick auf die Isar genießen. Hier kann man kleine Schlauchboote beobachten, die sich in Richtung Innenstadt schlängeln und sieht in der Ferne den Olympiaturm und die Frauenkirche.


Nur wenige Meter von der Grosshesseloher Brücke findet man seit letztem Jahr den bezaubernden Kiosk Isarfräulein. Hier kann man es sich auf einem bunten Sammelsurium an Klappstühlen, Bierbänken und Hockern gemütlich machen. Auf der Speisekarte gibt es kleine, aber feine Auswahl an hausgemachten Kuchen und herzhaften Kleinigkeiten. Der hausgemachte Obatzda ist absolut köstlich.


Mit einem Spezi in der Hand lässt es sich wirklich gut aushalten. Man hat hier nicht nur Ruhe vor dem Trubel an der Isar, das sich bietende Bild aus kleinen Kindern, Hunden und der Familie der Betreiber ist zugleich chaotisch, friedlich und gemütlich.


Sobald der Bauch voll und die Speziflasche leer ist kann man sich wieder aufs Fahrrad schwingen und von Solln einen tollen Fahrradweg entlang bis zum Maria Einsiedl Bad fahren. Der Weg geht stetig bergab, so dass man kilometerlang nicht in die Pedale treten muss, bis man wieder im Innenstadttrubel angekommen ist.

15. Mai 2016

Saftiger Zitronen-Blaubeer-Kuchen mit Zuckerguss (vegan)


Aus irgendeinem unerfindlichen Grund fühl ich mich in Cafés und Backbüchern immer zu den Kuchen in Kastenform hingezogen. Für mich hat die vierecke Form bei einem Stück Kuchen irgendwie etwas Gemütliches. Dieser feine Kuchen überzeugt neben seiner Form auch noch mit einem frischem Geschmack und jede Menge Saftigkeit. Die Idee für das Rezept habe ich mal wieder von Isa Chandra Moskovitz, deren Version ich ein wenig abgewandelt habe.
Ich habe eine sehr schmale Kastenform (34 cm x 12 cm). Falls ihr eine breitere Form (z.B. 28 cm x 15 cm) benutzt, nehmt die angegebene Menge mal 1,5.


 

Zutaten:

  • 125 ml pflanzliche Milch nach Wahl
  • 4 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • fein geriebene Schale einer Zitrone
  • 75 ml neutrales ÖL
  • 3 EL ungesüßtes Apfelmus
  • 0,5 TL gemahlene Vanille
  • 170g weißer Zucker
  • 250g Mehl (ich nehme für Kuchen am Liebsten Dinkelmehl Typ 630)
  • 2,5 TL Backpulver
  • 0,5 TL Salz
  • 200g Blaubeeren (frisch oder gefroren)

Zuckerguss:

  • 100g Puderzucker
  • 2 - 3 EL frisch gepresster Zitronensaft 


1. Eine Kastenform fetten und mehlen und zur Seite stellen. Den Ofen auf 175°C Umluft vorheitzen.

2. Zitronensaft und Schale in einer großen Schüssel unter die Milch rühren und anschließend mit einem Schneebesen Öl und Apfelmus untermischen. Zucker und Vanille ebenfalls unterrühren.

3. Mehl, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel gründlich mischen und mit einem Teigspachtel unter die Milchmischung heben.

4. Zuletzt die Blaubeeren unterheben. Falls ihr gefrorene Blaubeeren benutzt, mischt sie vor dem Unterheben unaufgetaut mit 2 EL Mehl. Das sorgt dafür dass sie während dem Backen den Teig nicht durchmatschen und zum Boden der Form sinken.

5. Den Teig in der Kastenform verteilen und glatt streichen. Im vorgeheitzem Backofen für 45 bis 55 Minuten backen. Der Kuchen sollte oben ein wenig Farbe bekommen haben. Den Blaubeerkuchen aus dem Ofen holen und komplett abkühlen lassen.

6. Den Puderzucker mit so viel Zitronensaft mischen, bis der Zuckerguss eine dicke Konsistenz hat, die langsam vom Löffel fließt. Den Kuchen auf ein Tablett stürzen und mit dem Zuckerguss bedrizzeln.

7. Guten Appetit!


25. April 2016

Salat mit gerösteter Süßkartoffel, Kichererbsen und Tahinisoße (vegan)


Irgendetwas an diesem Salat macht ihn absolut unwiederstehlich. Die Kombination aus süßlich würziger Süßkartoffel und knackig frischen Salatblättern ist supergut und Tahinisoße macht eh alles besser. Dieses Grundrezept bietet unzählige Abwandlungsmöglichkeiten, man kann Kürbis oder Gelberüben statt den Süßkartoffeln verwenden, Kichererbsen durch unterschiedliche Linsen und Bohnen ersetzen und den Salat mit allen möglichen Gemüsesorten spannender machen.



Zutaten (2 große Portionen):

  •  2 Süßkartoffeln, in Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein geschnitten
  • je 1 TL Zatar und gemahlener Kreuzkümmel
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Dose Kichererbsen (400g), abgetropft und gespült
  • 2 große Handvoll Salat nach Wahl
  • 1/2 Gurken, in Würfel geschnitten
  • 3 EL Apfelessig
  • geröstete Kerne und Nüsse nach Wahl

Tahinisoße:

  • 3 EL helles, cremiges Tahini
  • 1 Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe, durchgepresst
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer 



1. Die Süßkartoffeln unter fließendem Wasser abspülen um einen Teil der Stärke zu entfernen. Dadurch werden sie knuspriger. Die Würfel mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, den Gewürzen und etwas Olivenöl mischen und für 20 Minuten bei 180°C Umluft backen.

2. Die abgespülten Kichererbsen gut abtropfen lassen und unter die Süßkartoffeln mischen. Das ganze für weitere 10 bis 20 Minuten backen, bis alles knusprig geworden ist.

3. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Tahinisoße mit der Hilfe eines Schneebesens nach und nach mit etwa 5 EL lauwarmen Wasser verrühren. Die Tahinipaste kann dabei zunächst etwas klumpig werden, wird aber mit der Zeit immer cremiger.

4. Salat und Gurken auf den Tellern verteilen und mit Apfelessig und etwas Olivenöl beträufeln und mit etwas Salz würzen.

5. Die fertigen Süßkartoffeln sofort auf dem Salat verteilen, großzügig mit der Tahinisoße beträufeln und mit ein paar Kernen bestreuen. Sofort servieren.

6. Guten Appetit!

30. März 2016

Geröstete Paprika-Tomaten-Suppe mit Basilikum-Walnuss-Pesto (vegan)




Ok, saisonal ist diese Suppe gerade wirklich nicht. Aber sie schmeckt so schön nach Sommer, dass dieser gleich viel näher rückt. Am Wochenende soll es um die 25 Grad haben, vielleicht liegt das an der Suppe... Sobald sie Saison haben, könnt ihr die Dosentomaten auch durch frische ersetzen, die mit den Paprika im Ofen gebacken werden.


 

 

Zutaten:

  • 3 gelbe oder rote Paprikaschoten
  • 1 Knoblauchknolle
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian
  • 6 - 8 getrocknete Tomaten, grob gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Balsamicoessig

 

Pesto:

  • 2 große handvoll Basilikum 
  • 1 handvoll Walnüsse
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • frisch gepresster Zitronensaft
 

Toppings:

  • gehackte Walnüsse
  • Balsamicocreme 
  • frischer Basilikum





1. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen und mit der Haut nach oben in eine ofenfeste Form setzen. Den Knoblauch quer halbieren zu den Paprika geben.

2. Alles mit etwas Olivenöl bestreichen und bei 200°C Umluft für etwa 20-30 Minuten backen, bis die Paprika schwarz wird und die Haut sich löst. Den Knoblauch eventuell etwas frührer aus dem Ofen holen, sodass er nicht verbrennt. Alles kurz abkühlen lassen.

3. Währenddessen Zwiebeln und Lauch in einem mittelgroßen Topf in etwas Olivenöl weich anschwitzen und mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen.

4. Tomatenmark und getrocknete Tomaten kurz mitbraten und mit Dosentomaten und Gemüsebrühe ablöschen. Köcheln lassen bis die Paprika fertig sind.

5. Die Haut der Paprika grob ablösen und diese anschließend unter die Suppe mischen. Von den Knoblauchzehen so viele auslösen und untermischen, wie es nach eurem Geschmack ist. Die restlichen Zehen schmecken köstlich auf Brot gestrichen oder unter das Pesto gemischt.

6. Die Suppe mit dem Pürierstab möglichst cremig pürieren und mit einem Schuss Balsamicoessig abschmecken. 

7.  Für das Pesto Basilikum, Walnüsse und Knoblauch im Mixer oder Blitzhacker möglichst fein hacken. So viel Olivenöl untermischen, bis eine cremige Masse entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft abschmecken.

8. Die Suppe in Schüsseln anrichten und mit dem Pesto, etwas Balsamicocreme, gehackten Walnüssen und etwas frischem Basilikum dekorieren.

9. Guten Appetit!


22. März 2016

Geröstete Mandeln mit Zimt und Ahornsirup



Ich glaube das ist das einfachste Rezept, dass ich jemals bloggen werde. Aber diese Mandeln sind so lecker und schnell gemacht und sie machen furchtbar süchtig. Wenn ich sie das nächste Mal mache, werde ich ein bisschen mit verschiedenen Gewürzen herumprobieren.


 

 

Zutaten:

  • 500g ungeschälte Mandeln
  • 5 EL Ahornsirup
  • 3 EL Vollrohr-/ oder Muscovadozucker
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlene Vanille

1. Alle Zutaten in einer Auflaufform mischen und bei 175°C ca 20 bis 25 Minuten backen, dabei etwa alle 5 Minuten umrühren.

2. Fertig! Guten Appetit!

14. März 2016

Rote-Bete-Linsen-Salat mit Ziegenfrischkäse und karamellisierten Walnüssen


Mit Roter Bete ist es bei mir immer so ne Sache. Eigentlich lacht sie mich im Gemüseregal oder auf der Speisekarte im Restaurant gar nicht an. Komm ich dann doch mal dazu sie zu essen, finde ich sie (richtig zubereitet) ziemlich lecker, erdig und würzig. Rote Bete enthalten dabei auch noch jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe, wie Eisen, Folsäure, Vitamin B und Kalium. Dieser Salat ist inspiriert von einem köstlichen Pastagericht meiner Freundin und Arbeitskollegin Anna, das mich absolut von den Socken gehauen hat.


Zutaten (4 Portionen): 

Salat:

  • 200g grüne Linsen,  Berglinsen oder Belugalinsen
  • 500g Rote Bete,(frisch gekocht und geschält oder vakuumiert), in Würfel geschnitten
  • 3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 große handvoll Walnüsse, grob zerhackt
  • 2 EL Honig
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • Dill oder Kresse zum Anrichten
  • Balsamicocreme (optional)

Dressing:

  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Honig
  • 3 EL Apfelessig
  • 4 EL natives Olivenöl
 



1. Die Linsen in Wasser nach Packungsanweisung kochen. Währendessen hat man genügend Zeit für die anderen Zutaten.

2. Die Zutaten für das Dressing miteinander glatt rühren und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

3. Die Walnüsse in einer trocken Pfanne rösten, bis sie etwas Farbe bekommen haben. Den Herd ausschalten und den Honig über die Nüsse träufeln. Die Pfanne schwenken bis er sich verteilt hat und die Nüsse gleichmäßg bedeckt.

4. Die fertig gekochten Linsen abtropfen lassen, das Dressing, die Rote Bete und die Frühlingszwiebeln untermischen. Wer möchte, kannn den Salat nun abkühlen lassen, ich finde ihn lauwarm aber besonder lecker.

4. Den Salat auf einem großen Teller anrichten und den Ziegenkäse in kleinen Häufchen darüber verteilen. Mit den Walnüssen und Dill oder etwas Kresse bestreuen. Wer möchte kann noch etwas Balsamicocreme über den Ziegenkäse träufeln, die passt nämlich perfekt dazu.

5. Guten Appetit!


2. März 2016

Nordindisches Curry mit Cashewkernen und getrockneten Aprikosen (vegan)


 Eigentlich ist heute Frühlingsanfang, aber hier in München kommt vom Himmel eine ziemlich unangenehme Mischung aus Schnee und Regen. Da mir bei dem Wetter absolut nichts Besseres einfällt, verbring ich meine Zeit am liebsten in der Küche und koche leckere, wärmende Gerichte wie dieses Curry, dass durch die getrockneten Aprikosen eine herrliche süße Note bekommt. Obwohl die Soße sehr cremig ist, kommt sie im Gegensatz zu vielen nordindischen Gerichten ohne Butter und Sahne aus.

 

Zutaten:

Currypaste:

  • 75g getrocknete Aprikosen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 rote Chillischote
  • 2 TL Kurkuma
  • 2 TL Garam Masala
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
 

 Alles andere:

  • 100g Cashewkerne  
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Kokosöl
  • 5 - 6 Gelberüben, geschält und in Scheiben geschnitten
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 75g getrocknete Aprikosen, gehackt
  • 100g rote Linsen
  • Salz und Pfeffer
  • frischer Zitronensaft

Zum  Servieren:

  • Basmatireis
  • gehackter Koriander
  • gehackte Cashewkerne und Aprikosen

 


1.  Zunächst die Cashewkerne mit kochendem Wasser übergießen und einweichen lassen, während man den Rest zubereitet.

2. Alle Zutaten für die Currypaste miteinander in den Mixer oder Blitzhacker geben und zu eine Paste verarbeiten. Falls die Masse zum Mixen zu trocken ist, kann man etwas Wasser dazugeben.

3. Kokosöl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig andünsten. Currypaste unterrühren und anschwitzen bis die Gewürze anfangen zu duften.

4. Gelberübenscheiben und Gemüsebrühe unterrühren und für etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

5. Währenddessen die Cashewkerne abtropfen lassen und mit 500 ml frischem Wasser  im Standmixer oder mit dem Pürierstab mixen, bis sie eine sahneähnliche Konsistenz haben. Das dauert je nach Mixer 2 bis 4 Minuten.

6. Die Cashewsahne und die Linsen unter das Curry rühren und für weitere 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen gar sind und die Soße eingedickt ist. Mit Salz, Pfeffer und frischem Zitronensaft abschmecken.

7. Das Curry mit Basmatireis servieren und mit Koriander sowie gehackten Cashewkernen und Aprikosen bestreuen. Guten Appetit!